Probleme beim Schulschwimmen nicht durch neues Bad zu beheben

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Wasserwelt

Die Grünen haben heute im Rat den Bau eines neuen Schwimmbades in der Weststadt beantragt. Das ist ein irrsinniger Vorschlag, der abseits von jeglichen realen Entwicklungen in Städten und Kommunen in Deutschland steht. Der Trend ist hier: alles schließen, zu machen, Geld sparen.

In Braunschweig sind wir davon glücklicherweise weit entfernt. Städtische Schwimmbäder sind mehrheitlich defizitär und müssen durch Steuergelder finanziert werden. Durch die Reduzierung auf 3 Schwimmbäder in Braunschweig sind diese Kosten einigermaßen im Griff. Darüber hinaus ist die Wasserwelt technisch auf dem allerneusten Stand. Nun sollte man erst mal die Entwicklung der letzten Preisanpassung bei der Wasserwelt abwarten, bevor man zu voreilig Konsequenzen zieht.

Das Schulschwimmen zumindest kann in allen drei Bädern stattfinden. Fakt ist jedoch, dass zahlreiche Schulen ihre gebuchten Schulschwimmstunden absagen und nicht in Anspruch nehmen. Das ist also keine Frage des Schwimmbadbetriebs, sondern eher eine Frage der Schulen selbst. Einzig der Punkt des Transports sollte nochmal genau betrachtet und ggf. optimiert werden. Wie man heute in der BZ lesen konnte, hat die IGS Wilhelm-Bracke, die ja in der Weststadt liegt, keine gravierenden Probleme mit dem Schulschwimmen. Da fragt man sich natürlich doppelt, warum die Grünen einen solchen Antrag einbringen.

Der Antrag ist heute im Rat zunächst in die Fachausschüsse verwiesen worden. Ich bin gespannt, welche neuen Erkenntnisse dabei herauskommen. Es müssten weltbewegende Neuigkeiten dabei herauskommen, damit ich einem Schwimmbadneubau, der dauerhaft hohe Kosten für die Stadt verursacht, zustimmen würde.

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