Gibt es noch größere Lücken in der Breitbandversorgung in Braunschweig?

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Router Rückseite mit Anschlüsse

Die Frage nach Lücken in der Breitbandversorung in Braunschweig beschäftigt immer mal wieder den Rat der Stadt Braunschweig. Auch die CDU hat hierzu schon diverse An- und Nachfragen gestellt. Hier die letzte Antwort der Verwaltung zum Thema. Grundlegend kann man aber sagen, dass die Versorgung in Braunschweig gut ist.

Aus der Drucksache 13558/14 Datum 16.04.2014:

Frage 1: Gibt es im privaten Sektor in Braunschweig noch Nachholbedarf, um dort Internetbandbreiten in einer Größenordnung ab 25 Mbit/s zu erreichen?

Antwort 1: Zurzeit ist eine deutliche Bewegung am Markt festzustellen. Aktuell baut die Telekom ihre Breitbandversorgung im gesamten Ortsnetz Wenden (05307) mit VDSL-Technik aus. Dort sollen nach Abschluss der Arbeiten über das Telefonnetz flächendeckend Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zur Verfügung stehen. Das entspricht der Übertragungsgeschwindigkeit über Telefonleitungen in der Kernstadt. Durch diesen Ausbau werden sämtliche sogenannten „weißen Flecken“ im Stadtgebiet nördlich der A 2 beseitigt sein. Dazu gehört auch das Wohngebiet Bevenrode-Nord, wo bislang nur sehr geringe Übertragungsgeschwindigkeiten zur Verfügung gestanden haben. In der Vergangenheit wurde bereits Geitelde ebenfalls von der Telekom mit VDSL-Technik mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s versorgt. Für das Neubaugebiet Roselies- Süd hatte die Grundstücksgesellschaft Braunschweig mbH (GGB) als Erschließungsträgerin eine Breitbandversorgung von ebenfalls bis zu 50 Mbit/s vorgesehen, die inzwischen entsprechend realisiert wurde. Auch in allen anderen in der Planung bzw. Umsetzung befindlichen Wohngebieten wird durch Verpflichtung der Erschließungsträger oder aufgrund der Eigeninitiative der Telekommunikationsanbieter eine Datenübertragungsleistung von mehr als 25 MBit/s bereitgestellt. Darüber hinaus sind die meisten bestehenden Wohngebiete im Stadtgebiet großflächig über das Kabelfernsehnetz mit bis zu 100 Mbit/s versorgt.

Darüber hinaus sind die meisten bestehenden Wohngebiete im Stadtgebiet großflächig über das Kabelfernsehnetz mit bis zu 100 Mbit/s versorgt. Zusätzlich setzt sich der Ausbau der Versorgung durch die LTE-Funktechnik permanent fort, durch die inzwischen auch Übertragungs- geschwindigkeiten oberhalb von 25 Mbit/s realisiert werden können. Aktuell besteht zwar noch keine flächendeckende Versorgung des Stadtgebietes mit Übertra- gungsgeschwindigkeiten von mehr als 25 Mbit/s, diese wird aber von der Bauverwaltung ange- sichts der Aktivitäten der Telekommunikationsanbieter in absehbarer Zeit erwartet.

Frage 2: Der Rat der Stadt hat in den letzten Jahren den Beschluss gefasst, dass bei dazu geeigneten Bauprojekten im öffentlichen Straßenraum Leerrohre mit verlegt werden sollen. In wie weit sind diese Leerrohre danach beansprucht worden, um privaten oder auch gewerblichen Nutzern weiterzuhelfen und das Angebot zu verbessern?

Antwort 2: Im Rahmen der Koordinierung von anstehenden Tiefbaumaßnahmen erhalten Telekommunikationsunternehmen jeweils die Möglichkeit eigene Leitungen oder Leerrohre mit zu verlegen. Die Unternehmen machen hiervon allerdings, so die Einschätzung der Verwaltung, nur dann Gebrauch, wenn sich der Aufwand einer solchen Verlegung schon in den nächsten Jahren amortisiert. Wenn kein Telekommunikationsunternehmen tätig wird, prüft die Verwaltung, ob eine eigene Leerrohrverlegung strategisch sinnvoll erscheint. Daraus folgt, dass städtische Leerrohre in der Regel nicht zeitnah auch tatsächlich genutzt werden. Von den bisher aus diesen strategischen Überlegungen verlegten Leerrohren mit einer Gesamtlänge von rd. 3.000 Metern, wird bis jetzt ein Leerrohr im Bereich des Forschungsflughafens auf einer Länge von 760 Metern für die zukunftsweisende Glasfasertechnologie genutzt.

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