Wie gestern von der Verwaltung zu lesen war, befindet sich Braunschweig auf einem guten Weg, was die Ausweisung weiterer Wohngebiete betrifft. In der Braunschweiger Zeitung gab es dazu eine schöne Übersichtskarte. Dort ist sehr gut erkennbar, dass in den unterschiedlichen Stadtteilen auch neue Wohnmöglichkeiten entstehen werden. Die Betonung liegt allerdings auf „werden“, denn im Moment befindet sich die Mehrzahl in der Planung bzw. sogar nur in der Vorüberlegung. Zwischen Aufstellungsbeschluss und tatsächlichem Baubeginn klaffen leider immer noch recht lange Wartezeiten, die unterschiedliche Gründe haben können.

Ich möchte darauf hinweisen, dass es etliche private Bauvorhaben gibt, wie beispielsweise an der Calvördestraße und anderen Standorten. Wenn man Bauplätze oder Wohnungen sucht, sollte man sich also nicht unbedingt nur auf die städtischen Vorhaben konzentrieren, sondern seine Recherchen weit fassen. In der Übersicht der Stadt fehlt beispielsweise auch noch das Klinikum Holwedestraße, welches 2017/18 verkauft werden soll. Dort ist ebenfalls Wohnbebauung direkt an der Oker geplant.

Die Stadt gibt zu aktuellen Planungen folgende Infos:

Nördliches Ringgebiet – Bereich Taubenstraße
Das größte Wohnbauprojekt Braunschweigs liegt, in nur zwei Kilometern Entfernung zur Innenstadt, in der Nähe der gründerzeitlichen Quartiere der Nordstadt: im nördlichen Ringgebiet an der Taubenstraße. Hier entstehen in Kooperation mit der Nibelungen Wohnbaugesellschaft in einem ersten Bauabschnitt bereits rund 500 bis 600 Wohneinheiten – Wohnraum für Familien, Senioren und auch für Studenten wird hier geplant und gebaut. Noch einmal 500 bis 600 Wohneinheiten sind im zweiten und dritten Bauabschnitt geplant. Gleichzeitig wird der Grünbereich rund um den Nordbahnhof als Nordpark gestaltet und bietet zukünftig allen Bewohnern der Nordstadt neue Naherholungsmöglichkeiten.

Langer Kamp
Im östlichen Ringgebiet, dem beliebten gründer-zeitlichen Stadtteil, an der Gliesmaroder Straße wird der ehemalige Krankenhausstandort zum Wohnstandort entwickelt. Nach einem Wettbewerbsentwurf entstehen hier ca. 140 Wohnungen, die vor allem für die große Nachfrage nach gehobenem Wohnraum entwickelt werden. Die Einbettung der neuen Planung in die parkähnliche Situation des ehemaligen Krankenhauses verspricht einen besonderen Standort mit altem Baumbestand zu verwirklichen.

Vor den Hörsten
Waggum als dörflich geprägter Stadtteil ist für Familien, die ein ruhiges Wohnen im Grünen schätzen, der richtige Wohnstandort. Landschaftlich reizvoll am nördlichen Ortsrand gelegen, befindet sich der Standort „Vor den Hörsten“. Hier sind gut 90 Einfamilienhäuser, besonders attraktiv für Familien mit Kindern.

Greifswaldstraße
Der Stadtteil Heidberg verfügt über eine ausgezeichnete Infrastruktur. Schulen, Nahversorgung, medizinische Versorgung, grüne Erholungsbereiche und Stadtbahnanschluss sind hier vorhanden. Besonders ältere Menschen schätzen die Erreichbarkeit aller Einrichtungen des täglichen Bedarfes vor Ort. Teile des in den 60er Jahren entstandenen Stadtteils werden nun erneuert und modernisiert. An der Greifswaldstraße entstehen nach Abriss von leerstehenden Gebäuden gut 40 neue Wohneinheiten sowie eine Altenpflegeeinrichtung.

Weitere Projekte in Planung:

Nördliches Ringgebiet – Bereich Mittelweg Südwest Vorwiegend im Geschosswohnungsbau entstehen hier rund 250 Wohnungen.

Querum – Holzmoor
Landschaftlich schön an der Wabeaue gelegen, aber auch in den bestehenden Ort eingebunden, wurde hier die Vorplanung für neue Wohnbebauung begonnen.

Querum – Dibbesdorfer Straße Süd
Hier sind ca. 80 Wohneinheiten als Einfamilienhausbau und 35 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau geplant.

Gliesmarode – Baumschulenweg-Ost
In Ergänzung des Baugebietes Baumschulenweg entstehen ca. 10 weitere Einfamilienhäuser.

Stöckheim – Trakehnenstraße – Ost
An diesem Standort sind ca. 160 Wohneinheiten in Vorplanung.

Westliches Ringgebiet – Spinnerstraße Nordost Hier entstehen in direkter Okernähe ca. 60 Geschosswohnungen.

Westliches Ringgebiet – Kälberwiese
Die Vorplanungen zur Entwicklung der „Kälberwiese“ zum Wohnstandort werden derzeit betrieben.

Westliches Ringgebiet – An der Schölke
Im Zusammenhang mit dem Standort Kälberwiese wird zudem der Standort „An der Schölke“ mit ca. 55 Wohneinheiten entwickelt.

Weststadt – Alsterplatz
Gemäß dem Siegerentwurf eines Architekturwettbewerbes entstehen hier bis zu 200 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, zum Teil als Eigentumswohnungen, aber auch für den Mietwohnungsmarkt.

Watenbüttel – Otto Bögeholz Straße
Hier sind ca. 10 Wohneinheiten im Einfamilienhausbau geplant.

Watenbüttel – Okeraue
Landschaftlich schön an der Okeraue gelegen sollen hier ca. 35 Einfamilienhäuser entstehen.

Ausgewählte Projekte in Realisierung:

Wilhelmstraße 1

Projekte wie der Umbau der ehemaligen Oeding-Druckerei zu gut 140 Studentenappartements, direkt in der Innenstadt am Steinweg, schaffen zusätzlichen Wohnraum für Studenten. Die Innenstadt wird so zusätzlich belebt, bereichert und als Wohnstandort gestärkt. Der Umbau findet bereits statt.

Blumenstraße-Süd

Das westliche Ringgebiet ist ein lebendiger, durchmischter Stadtteil, der in den letzten Jahren durch umfangreichen Sanierungsmaßnahmen und das Programm „Soziale Stadt“ immer attraktiver wird. Weitere Projekte und Freizeiteinrichtungen führen diese Entwicklung fort. Besonders Augenmerk verdient der Bereich Blumenstraße, wo sich bereits in den letzten Jahren durch interessante und außergewöhnliche Bauprojekte wie „Ayurvedisches Bauen“ ein neuer Wohnstandort mit experimentellen Wohnansätzen entwickelt. Durch weitere rund 30 Wohneinheiten in gemischter Bauweise – mit einem eigens ausgewiesenem Standort für das Projekt „Gemeinschaftliches Wohnen“ – wird diese Entwicklung weitergeführt und bereichert das westliche Ringgebiet um einen neuen Wohnstandort mit individueller Prägung.

 

Vermarktung von Bauplätzen der Stadt erfolgt über die Grundstücksgesellschaft Braunschweig.

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