Die NBank hat ihren neuen Bericht zur Wohnungssituation in Niedersachsen veröffentlicht. Die Wohnungsmarktsituation bleibt, zumindest in den Ballungsräumen, weiterhin angespannt. Erfreulicher Weise liegt Braunschweig bei der Neuausweisung von Wohnbauland in den Jahren 2016 und 2017 bei den Kreisfreien Städten in der Spitzengruppe. Insgesamt wurden 1.584 Wohneinheiten neuausgewiesen, davon 1.141 im Geschosswohnungsbau und 443 in sog. Familienheimen. Der Vergleich mit Wolfsburg (2.657 WE) und Osnabrück (1.353 WE) zeigt jedoch, dass hier noch Luft nach oben ist. Kleinere Städte bauen weitaus mehr Wohneinheiten, als Braunschweig.

Laut Braunschweiger Zeitung vom 9.7.19 liegt der Bedarf in Braunschweig bis 2025 bei 7.200 Wohnungen. Wir erhalten im Rat der Stadt Braunschweig in Kürze von der Verwaltung eine Aktualisierung des Wohnraumversorgungskonzeptes für Braunschweig. Das wird man mit den Zahlen der NBank abgleichen und zu einer validen Prognose kommen können.

Interessant wird dann die Diskussion, wie man die hohe Anzahl von Wohneinheiten in der kurzen Zeit bauen soll. Perspektiven sind auf jeden Fall vorhanden. So sind zur Zeit Heinrich der Löwe Kaserne, Stöckheim-Süd, als auch Stöckheim-Trakehnenstraße in der konkreten Umsetzung und nicht zu vergessen das nördliche Ringgebiet.

Weiterhin wird auch ein Baugebiet in Wenden-West entstehen. Einige Baugebiete sind auch noch überhaupt nicht ins Laufen gekommen, wie die Kälberwiese oder das Holzmoor. Potentiale bietet auch der noch laufende städtebauliche Wettbewerb zum Hauptbahnhof sowie das sehr große Areal hinter dem Hauptbahnhof, das zur Zeit den Arbeitstitel „Bahnstadt“ trägt und rund 82ha umfasst.

Wenn die Prognosen der NBank passen, dann wird sich die Nachfrage nach Wohnraum in Braunschweig nicht entspannen. Die Kaufpreise sowie die Mieten für Neubauwohnungen bleiben auf hohem Niveau und könnten in den nächsten fünf Jahren sogar noch steigen. Die jüngst veröffentlichten Zahlen des Gutachterausschusses sowie das konstant niedrige Zinsniveau unterlegen diese These.

Gegen die Wohnungsknappheit hilft nur bauen und das möglichst günstig. Hier sind in Braunschweig noch nicht alle Register gezogen worden.

Hier geht es zur Studie der NBANK.

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