Nutzungsbeispiel Trakehnenstraße-Ost

Stöckheim ist ein beliebtes Wohnquartier. Zur Zeit läuft die Vermarktung des Baugebiets Stöckheim-Süd. Ein weiteres Baugebiet wartet seit nun mehr 10 Jahren auf den Start. Wird es nun endlich gelingen den Nordischen Knoten zu zerschlagen?

Warum Baugebiete in Braunschweig eine so lange Vorbereitungszeit benötigen, hatte ich hier in einem vorherigen Artikel schon mal beschrieben. In diesem Fall geht meine Vermutung dahin, dass die Anlieger das Baugebiet insgesamt nicht wollen oder nur unter ihren Bedingungen, die Verwaltung will keine vermeidbaren Investitionskosten und die Bezirksräte trauen sich nicht auch mal gegen den Strom zu schwimmen und eine gesamtstädtische Sichtweise einzunehmen. Eine schwierige Gemengelage, die sich gegenseitig lähmt.

Nun kommt das Thema hoffentlich ein letztes Mal in den Bezirksrat und Planungs- und Umweltausschuss (30.5.), um dann im Verwaltungsausschuss entschieden zu werden. Zu lange hat das Pokern vor Ort gedauert; zu dringend benötigt die Stadt neue Bauplätze und Wohnungen.

Wie ich schon mal an anderer Stelle ausgeführt habe, müssen wir in Braunschweig bauen,bauen,bauen, sonst erfüllen sich viele Erwartungen nicht und vor allem wird es zu weiteren Preissteigerungen bei Bauland und Eigentumswohnungen sowie Mieten kommen. Das kann niemand wollen und deshalb müssen in einer solchen Lage andere, vielleicht auch berechtigte Belange zurücktreten oder nachträglich gelöst werden. Der Idealfall ist das natürlich nicht, aber in Notlagen geht es manchmal nicht anders.

Der Planungs- und Umweltausschuss hat ohnehin die gesamte städtische Lage zu betrachten und die ist ernst. Weiterhin sind Baugebiete fünffach überzeichnet. Bauwillige driften in die umliegenden Landkreise ab. Die Preise steigen tendenziell weiter und die Wohnraumprognose mit 5000 Wohneinheiten bis 2020 dürfte sich schon lange überholt haben. Das bezeichne ich als Notlage und die kann auch noch schlimmer werden.

Der Investor, die Munte Immobilien GmbH&Co.KG möchte ca. 250 Wohneinheiten schaffen. Das könnte Braunschweig gut gebrauchen. Hoffentlich wird das Thema im Verwaltungsausschuss final abgeschlossen, damit endlich gebaut werden kann.

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