Vermarktung Stöckheim-Süd gleich nach Ostern

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Stöckheim Bebauungsplan ST83 - Nutzungsbeispiel

Wie in der gestrigen Planungsausschusssitzung nochmal verifiziert wurde, startet die Braunschweiger Grundstücksgesellschaft mit der Vermarktung der 92 bauträgerfreien Grundstücke direkt nach Ostern. Also sollten alle Interessierten die Homepage der Grundstücksgesellschaft in diesem Zeitraum aufmerksam beobachten. Die Erschließung des Areals hat am 27.2. offiziell begonnen, so dass ein Baubeginn frühestens im 4. Quartal 2018 möglich sein soll.

Leider sind es wirklich nur 92 Grundstücke. Ursprünglich waren rund 130-150 Häuser im Einfamilienhausbau geplant. Da es auf diesem Areal aber auch noch private Eigentümer gibt, könnte die Anzahl der Bauplätze bzw. Einfamilienhäuser noch steigen. Möglich ist auch, dass von Bauträgern noch Reihenhäuser gebaut werden.  Darüber war gestern keine Klarheit im Ausschuss erzielbar. Die Vergabe erfolgt dann natürlich privat (bitte nicht fragen wer die Bauplätze verkauft, ich weiß ich nicht).

Insgesamt ist die Anzahl an freien Bauplätzen etwas enttäuschend, denn die Nachfrage ist ungebremst. Ich rechne auch hier wieder mit einer Überzeichnung von 3-4 mal so vielen Interessenten. Die Preise dürften um die 300 Euro je qm liegen, was die Nachfrage allerdings auch etwas dämpfen dürfte.

Günstiges Bauen sieht natürlich anders aus. Hierfür müsste die Stadt massiv in die Tasche greifen und die Baulandkosten subventionieren. Weitere Baugebiete werden spätestens nächstes Jahr folgen.

Ein guter Beitrag über das Baugebiet befindet sich auch auf hausbau38.de.

2 KOMMENTARE

  1. Sehr geehrter Herr Hinrichs,

    ist der Rat, Bauausschuss und/oder Verwaltungsausschuss nicht maßgeblich an der Preisfindung/Preisfestsetzung beteiligt?
    Wenn die Stadt für günstiges Bauen tief in die Tasche greifen müsste, heißt das im Umkehrschluss, dass gute 300 Euro je qm für die Stadt ein „schlechtes Geschäft“ sind?

    Mit freundlichen Grüßen
    M.Sommer

    • Hallo Herr Sommer,
      nein, die Ausschüsse beschäftigen sich absichtlich nicht mit den konkreten Preisen. Wir kennen auch nicht die Einkaufspreise für das Bauland. Der Hintergrund dürfte klar sein, man will jede Art von Vorteilsnahme oder Spekulation verhindern. Das ist grundsätzlich richtig so. Die Stadt nimmt i.d.R. Marktpreise, um die Baulanderschließung und andere Kosten zu decken. Viele Infrastrukturkosten werden aber auch den Investoren aufgedrückt. Selbst wenn die Grundstücksgesellschaft Gewinne beim Verkauf mit Grundstücken erzielt, müsste man diese mit den Aufwendungen der Stadt für die Erschließung, Nachlässen (Kinder, Solarenergie etc.) und den Infrastrukturkosten vergleichen und darunter einen Strich ziehen. Die Grundstückpreise sind auch nur ein relativ kleines Problem beim Thema Baukostenexplosion. Könnte ich stundenlang drüber diskutieren.

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