Groko löst Wohnungskrise in keiner Weise

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Die in den Koalitionsverhandlungen bisher eingebauten Punkte, werden die Wohnungskrise in Deutschland nicht lösen. Das Thema Grundsteuer muss sowieso neu geregelt werden, da das Bundesverfassungsgericht sich mit dem Thema ebenfalls beschäftigt. Da können alle Grundstückseigentümer und auch Mieter nur hoffen, dass der Gesetzgeber hier eine intelligente und vor allem finanziell verträgliche Lösung finden wird. Das Baukindergeld geht zwar in die richtige Richtung, wird aber nicht zu mehr Wohnraum führen, sondern eher die Konkurrenz der Bauwilligen untereinander anheizen.

Nirgendwo in Europa haben so wenige Menschen ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung, wie in Deutschland. Obwohl wir eines der reichsten Länder Europas sind, haben wir den Sprung vom Mieter zum Eigentümer nicht geschafft. Irland und Italien sind uns weit voraus. In diesen Länder schaffen sich viele Menschen schon in jungen Jahren Eigentum und werden damit mittelfristig unabhänig vom Wohnungsmarkt und Krisenszenarien.

Dabei kann es ganz einfach sein: der Abschreibungsparagraph 7b muss wieder her. Die Nebenkosten für die erste selbst gekaufte oder gebaute Immobilie müssen massiv fallen (Grunderwerbssteuer, Grundbuchgebühren und Notargebühren).

Die Verschärfung der Mietpreisbremse ist Augenwischerei und wird keinerlei Probleme lösen. Für den sozialen Wohnungsbau wird letztlich, wie in den 60er und 70er Jahren auch, der Bund selbst bauen müssen.

Ich empfehle zu diesem Thema den Artikel von Michael Thumann in der Zeit.

Update vom 7.2.18:
Es soll nun auch eine Art Bürgschaft für den Ersterwerb einer Immobilie geben. Außerdem soll es Angebote vom Bund und Land für Städte und Kommunen geben, um günstiger an Grundstücke zu kommen, um diese dann wiederum günstig an Bauwillige weitergeben zu können. Die genaue Ausgestaltung muss abgewartet werden, hört sich aber bisher vernünftig an.

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