Das Frühjahrsgutachten des Zentralen Immobilien Ausschusses e.V. für die Immobilienwirtschaft liegt vor. Ohne Überraschungen haben sich die relevanten Preise für Mieten, Bauland, Wohnungen und Ein- und Mehrfamilienhäuser bundesweit tendenziell erhöht.

Zum Thema Wohnimmobilien und Mieten heißt es im Frühjahrsgutachten:

Die Wohnungsmieten (Angebotsmieten, hedonisch, alle Baujahre) sind in Deutschland auch im letzten Jahr mit 4,3% weiter und etwas stärker als im Vorjahr (+3,1%) gestiegen. Unter Berücksichtigung der allgemeinen Inflation entspricht dies einem realen Anstieg von 2,5%. Deutschlandweit lag der mittlere Mietpreis 2017 bei 7,46 Euro/m² nach 7,15 Euro/m² im Vorjahr.

Die Angebotsmieten stiegen nominal in fast allen Kreisen Deutschlands (392 von 400). Trotz dieser Breite erfolgt der Mietpreisanstieg nicht gleichmäßig. Mietpreisanstiege von 3% pro Jahr und mehr seit 2009 finden sich in 137 Kreisen mit zusammen über einem Drittel (39%) der Bevölkerung. Ein hoher Anstieg der Mieten kann aber auch eine Folge eines niedrigen Ausgangswerts sein. Von den 39% der Bevölkerung, die in Kreisen mit deutlichem Anstieg der Mieten von 3% p.a. und mehr wohnt, wohnen 18% in Kreisen mit trotz Anstieg höchstens durchschnittlicher Miete.

In der Pressemitteilung des Zentralen Immobilienausschusses e.V., kurz ZIA, heißt es bezüglich der zukünftigen Entwicklung:

„Die Zeiten der stürmischen Entwicklung der Wohnungsnachfrage sind in München, Berlin und Stuttgart zu Ende gegangen. In Hamburg, Frankfurt, Köln und Düsseldorf ist dies bislang nicht der Fall, aber eine Abschwächung ist auch hier gut möglich“, erklärt Prof. Dr. Harald Simons, Vorstand der empirica AG, der im Frühjahrsgutachten die deutschen Wohnungsmärkte analysiert. Die Zuwanderung insbesondere nach München, Berlin und Stuttgart habe sich beruhigt. Gleichzeitig wachse das Wohnungsangebot kräftig, da sich die Baugenehmigungen der letzten Jahre nun durch höhere Fertigstellungszahlen bemerkbar machen. „Der nunmehr seit acht Jahren andauernde Kauf- und Mietpreisanstieg dürfte bald zu Ende sein. Für München, Berlin sowie Stuttgart sehe ich meine letztjährigen Prognosen bestätigt, hier rechne ich weiterhin mit einem Kaufpreisrückgang. Für Hamburg, Köln und Düsseldorf sind die Aussichten bislang uneinheitlich, für Frankfurt wird der Brexit entscheidend“, meint Simons.

Es wird folglich in den nächsten Jahren höchstens zu einer Beruhigung des Marktes und damit zu einem moderaten Preisanstieg im privaten Wohnungssektor kommen. Insbesondere in der Braunschweiger Region werden die Preise, auch aufgrund des sehr guten Tarifabschlusses und der guten Unternehmenszahlen von Volkswagen, in den nächsten Jahren nicht fallen.

 

Quellen:

  1. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/immobilien-fruehjahrsgutachten-sieht-ende-des-booms-a-1194444.html
  2. https://www.zia-deutschland.de/fileadmin/Redaktion/Pressemitteilungen/Downloads/Fruehjahrsgutachten_2018_Zusammenfassung.pdf

 

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