Kurz vor Weihnachten tagte am 20.12. der Wirtschaftsausschuss. Die CDU-Fraktion wollte in einer Dringlichkeitsanfrage wissen, wie es um die Burgpassage und den Citypoint steht. Aus Medienberichten konnte man die Tage vor der Sitzung negative Entwicklungen entnehmen. So war beispielsweise die langjährige Handelskette Hennis und Mauritz aus der Burgpassage abgängig und zahlreiche Einzelhändler im City Point traf das gleiche Schicksal.

City Point

Im City Point sind nach Auskunft der Stadt 8 Leerstände vorhanden, insgesamt sind noch 9 Geschäfte vor Ort. Das Centermanagement ist bemüht neue Mieter zu finden. Der Frequenzbringer Primark ist vorhanden, so das man einiger Maßen optimistisch sein kann.

Burgpassage

In der Burgpassage sind im 1.OG drei Leerstände bekannt. Hinzu kommt der 2-geschossige Leerstand von H&M. Auch hier ist das Centermanagement bemüht die Leerstände zu beseitigen. Die Durchgangsfrequenzen sind weiterhin attraktiv.

Arbeitsplätze

Die CDU fragte auch nach Auswirkungen auf Arbeitsplätze durch die Leerstände,, insbesondere bei H&M. Der Stadt liegen hierzu direkt keine Infos vor. Nach Auskunft des Einzelhandelsverbands Harz-Heide e.V. wird davon ausgegangen, dass zumindest Teile des Personals in anderen Geschäften in der Region weiterbeschäftigt werden kann. Konkretes weiß also keiner.

Dompassage

Oft unterschlagen, aber schon seit längerer Zeit ein Problemfall ist die kleine Dompassage. Hier sind ebenfalls Leerstände merklich zu beklagen. Das Problem dürfte aber recht schwer zu lösen sein, da die Frequenzen durch die Passage recht gering sind. Frequenzbringer sind dort nicht unterzubringen und eine natürliche Abkürzung, wie bei der Burgpassage ist hier auch nicht auszumachen. Hier sollten die Eigentümer ggf. über bauliche Umgestaltungen nachdenken und neue Nutzungen suchen.

Mieten zu hoch?

Wie immer bei Leerständen in 1A-Lagen müssen die Eigentümer ihre Mietpreisvorstellungen prüfen und überdenken. Oftmals sind diese an alten Zahlen und Frequenzen orientiert, ohne die Verlagerung von Besucherströmen zu berücksichtigen, die aufgrund des Schlossbaus sicherlich stattgefunden haben. Frequenzmessungen, wie sie das Stadtmarketing an ausgewählten Stellen durchführt, könnten zukünftig zusätzlich zu anderen Kenngrößen für eine bessere Mietpreisfindung herangezogen werden.

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