Die CDU-Anfrage zum Thema Digitalisierung in der heutigen Ratssitzung, beantwortete die Verwaltung gewohnt routiniert: Die Stadt hat ein IT-Konzept aus 2008, dass zwar regelmäßig angepaßt wird, aber es fehlt an Ressourcen, für eine aktivere Gestaltung des Themas voran zu bringen. Einzige Innovation in der Verwaltung wird demnächst ein digitales Dokumentenmanagementsystem sein. Das ist sicher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und wird auch zu einer Verbesserung der internen Abläufe führen, trifft aber nicht ganz den Nerv der Zeit.

Hintergrund unserer Anfrage war, dass Digitalisierung insgesamt ein Standortfaktor für eine Stadt sein kann. Städte mit einem hohen Digitalisierungsgrad, haben tendenziell auch eine höhere Beschäftigungsquote. Die CDU hat beispielsweise schon diverse Anträge zu unterschiedlichen digitalen Bereichen gestellt. Zuletzt wurde das kostenlose WLAN in der Innenstadt realisiert. Eine Infrastrukturmaßnahme, die die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt steigert und als Basis für weitere digitale Wertschöpfungsketten bilden kann.

cdu-computer2Die Prozesse zwischen Verwaltung und Bürgern könnten noch weiter ausgebaut werden. Der Download von PDF-Formularen und eine Online-Terminvereinbarung sowie Informationen über Parkplätze und Verkehrsstaus sind zur Zeit fast alles, was ein Bürger in Braunschweig als Online-Service erwarten kann. Alle städtischen Gesellschaften basteln zur Zeit eigene kleine Apps und bieten damit Nischenlösungen an, die unvernetzt nur mäßigen Erfolg haben werden. Es gibt keine effektive Koordination dieser Aktivitäten innerhalb der Stadt. So kam es beispielsweise, dass die Öffentliche Bücherei im Schloss ein eigenes freies WLAN plante, obwohl die Stadt mit BS-Energy und htp ebenfalls ein kostenloses WLAN für den Schlossplatz in Angriff nahm. Koordination also eher durch Zufall.

Wir bleiben an dem Themenkomplex dran.

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