Braunschweig stößt an seine städtischen Grenzen, wenn es um größere Gewerbegebiete geht.

Die Stadt Braunschweig und die Stadt Salzgitter planen ein neues 300 ha großes Gewerbegebiet zwischen Beddingen und Stiddien. Im nächsten Wirtschaftsausschuss am 8. April wird über eine entsprechende Vorlage der Verwaltung diskutiert und beschlossen.

 

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Björn Hinrichs, Vorsitzender Wirtschaftsausschuss

Hinrichs: Ich begrüße ganz grundsätzlich eine interkommunale Zusammenarbeit in diesem Bereich. Sie funktioniert bereits reibungslos beim interkommunalen Gewerbegebiet Waller See. Braunschweigs Grenzen sind nicht unendlich erweiterbar. Das neue Gewerbegebiet liegt günstig an der A39 und kann unkompliziert über Salzgitter erschlossen werden. Außerdem sind die Grenzen des Gewerbegebiets relativ weit weg von der nächsten Wohnbebauung. Jetzt müssen allerdings erst mal die Beschlüsse getroffen und dann die Gutachten abgewartet werden.

Die Verwaltung hat eine stufenartige Vorgehensweise vorgeschlagen, die mir plausibel erscheint:

  • Beschreibung der  Planungsziele
  • Namensfindung und Kommunikation
  • Analyse der standörtlichen Rahmenbedingungen und Konkurrenzflächen im näheren und weiteren Umfeld sowie der Nachfragetrends und zielgruppenspezifischen An­siedlungspotenziale
  • Festlegung der Geltungsbereiche für das interkommunale Gewerbe-/Industriegebiet
  • Identifizierung notwendiger Gutachten und Planungsumfänge und der daraus resultie­renden Kosten
  • Organisatorisches Modell für die Planungsphase (Arbeitsgruppe, Lenkungsgruppe, Vergabe von Gutachten, Erstellung von Berichten, Pressemitteilungen, Öffentlich­keitsarbeit, Aufteilung der Planungskosten)
  • Bewertung von Planungsalternativen
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
  • Zeitplanung und Kostenplanung gem. Phasenmodell; Phase I: Machbarkeit und Plan­reife, II: Ankauf der Grundstücke, III: Erschließung, IV: Vermarktung und Verkauf.
  • Prüfung von Möglichkeiten zur interkommunalen Kooperation und Vermarktung

Die Verwirklichung der Planungen dürfte bei einem Vorhaben dieser Größenordnung etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, als es bei kleineren Gewerbeflächen der Fall wäre. Meine Forderung ist hier dennoch, dass in spätestens 3 Jahren der erste Abschnitt für die Ansiedlung von Unternehmen zur Vermarktung bereitsteht.

Braunschweig hat dann wieder die Chance auch größere Flächen an anfragende Unternehmen zu vermitteln und damit den Wirtschaftsstandort zu stärken. Mittelfristig werden dadurch hoffentlich auch die Gewerbesteuereinnahmen steigen können.

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