Im Planungsausschuss am Mittwoch, den 23. September 2016 brachte die CDU einen Antrag zur Aktualisierung der GEWOS Wohnraumprognose ein. Das bereits beschlossene Wohnraumversorgungskonzept basiert zur Zeit auf genau dieser Prognose.

Für das Jahr 2020 wurden insgesamt 4.440 Wohneinheiten (1200 Eigenheime und 3.240 Geschosswohnungen) angenommen. Aufgrund der seinerzeit vorgestellten Zahlen wurden zahlreiche Rückschlüsse auf die zukünftige Wohnraumentwicklung in unserer Stadt gezogen. So hat der Rat der Stadt Braunschweig beispielsweise im März 2015 das Wohnraumversorgungskonzept mit einer Planung für insgesamt 5.134 neuen Wohneinheiten für die Jahre 2015 bis einschließlich 2019 beschlossen. Die CDU hat diesem Konzept sehr gerne zugestimmt. Allerdings sind wir davon ausgegangen, dass dieses Konzept auch „lebt“, also bei neuen Erkenntnissen flexibel angepasst werden kann.

In der Zwischenzeit hat nämlich u.a. die NBank ihre Wohnungsmarktbeobachtung der Jahre 2014/2015 vorgelegt und darin für die Stadt Braunschweig bis zum Jahr 2035 einen zusätzlichen Bedarf an 3.500 Eigenheimen und 5.500 Geschosswohnungen prognostiziert. In den Beobachtungen der NBank ist damit einhergehend ein Anwachsen Braunschweigs bis auf 285.000 Einwohner in den nächsten 20 Jahren vorhergesagt. Die Bertelsmann-Stiftung geht bei ihrer Prognose für die Entwicklung der Einwohnerzahlen Braunschweigs, von ähnlichen Zahlen aus.

Hinrichs: „Wir können uns unmöglich nur auf das Datenmaterial einer Studie mit Zahlen aus 2011-2013 bei der Bemessung von Wohnungen und Einfamilienhäusern verlassen, wenn wir nicht in vertretbaren Abständen zumindest Updates des vorliegenden Zahlenmaterials zur Steuerung unserer Wohnraumpolitik erhalten. Alles andere wäre nahezu fahrlässig.“

SPD und B90/Grüne haben einen eigenen Änderungsantrag hierzu eingebracht (Vorlage – 15-00834). Darin wird die Prognose der NBank bezweifelt. Bei näherem Hinsehen, unterstützt der Änderungsantrag unseren CDU-Antrag sogar, weil die Validität von Studien beweifelt wird und dem wollen wir ja nun gerade mit der Aktualisierung der Gewos-Studie entgegenwirken.

Leider wurde unser Antrag in der Sitzung des Planungsausschusses  mehrheitlich abgelehnt.

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